Wissenswertes zur Deutschen Telekom

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Bei der Deutsche Telekom AG hat es in den vergangenen Jahren zahlreiche Veränderungen und Umstrukturierungen gegeben. Zwar hat sich dabei für die Kunden gar nicht so viel geändert. Trotzdem ist immer wieder eine gewisse Verwirrung festzustellen darüber, welche Tochtergesellschaft der Telekom für was zuständig ist. Um die Gründe für die Umstrukturierungen etwas verständlicher zu machen, gehen wir im Folgenden zunächst auf die Geschichte der Telekom ein und sagen dann, welcher Bereich für was zuständig ist.

Geschichte der Telekom

Die Deutsche Telekom AG ging am 1. Januar 1995 aus der Deutschen Bundespost Telekom hervor, dem ehemaligen Telekommunikationsbereich der Deutschen Bundespost. Zunächst war der einzige Aktionär des neuen Unternehmens der Bund. Seit dem ersten Börsengang am 18. November 1996 gingen jedoch große Teile der Aktien in Streubesitz über – Sie erinnern sich bestimmt noch an die damalige Werbekampagnen mit Manfred Krug oder „Robert T-Online“.

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T-Com vereint Festnetz-Angebote

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Der erste Telekom-Chef Ron Sommer definierte für sein Unternehmen vier Geschäftsfelder und gründete dafür vier Tochterunternehmen: Für die Festnetz-Telefonie war T-Com zuständig. Um den Mobilfunk, also alles rund ums Handy, kümmerte sich T-Mobile. T-Online war der Internet-Provider der Telekom, und T-Systems betreute als Informations- und Kommunikations-Dienstleister die Groß- und Firmenkunden. Nachdem in den letzten Jahren der Internet-Zugang praktisch standardmäßig über DSL läuft und sich darauf aufbauend die Internet-Telefonie verbreitet hat, war die Trennung von Festnetz-Telefonie und Internet nicht mehr sinnvoll.

Start von Telekom löst Marke T-Com ab

Seit dem 4. Juni 2007 gibt es daher die Marke Telekom, die einfach alle Angebote zusammenfasst, die man daheim nutzen kann – in der Praxis also vor allem das Festnetz-Telefon und den Internet-Zugang. Für die Kunden hat das den großen Vorteil, dass sie für diese Bereiche nur einen Ansprechpartner haben und alles aus einer Hand bekommen. Außerdem war es Telekom damit beispielsweise möglich, die preisgünstigen Call & Surf-Pakete zusammenzustellen und anzubieten. Die Marke Telekom hat also auch dafür gesorgt, dass die Preise für Telefonie und Internet-Nutzung gesunken sind.

Heutiger Stand

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Die Deutsche Telekom AG hat ihren Sitz in Bonn. Mitte 2007 beschäftigte sie insgesamt 244.000 Mitarbeiter, der Umsatz im Geschäftsjahr 2006 betrug rund 61,3 Milliarden Euro. Damit ist das Unternehmen der größte Telekommunikations-Anbieter Europas. Die Bundesrepublik Deutschland hält heute direkt noch 14,83 Prozent der Aktien, über die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau hat sie die Kontrolle über weitere 16,87 Prozent. 4,39 Prozent gehören der amerikanischen Beteiligungs-gesellschaft Blackstone, die restlichen 63,91 Prozent der Aktien befinden sich in Streubesitz.

Seit Mitte 2007 steht der Konzern auf drei Beinen: Der Marke Telekom, hinter der die früher unabhängigen Sparten von T-Online (mit Sitz in Darmstadt) und T-Com (Bonn) stehen, die Mobilfunksparte T-Mobile (Bonn) und T-Systems (Frankfurt am Main) für die Betreuung der Groß- und Firmenkunden.

Top-Produkt Call & Surf

Das mit großem Abstand erfolgreichste Produkt von Telekom wird unter der Bezeichnung „Call & Surf“ vermarktet. Unter diesem Markennamen werden vier Anschluss-Varianten angeboten, die mit dem IP-Anschluss alle über zwei Leitungen und drei Rufnummern verfügen. Derzeit setzen mehr als sieben Millionen Kunden eines der Call-&-Surf-Produkte ein (Stand Anfang 2008). Diese, daneben unter dem Begriff „Doubleplay“ bekannten Tarife, zeichnen sich durch die Kombination aus Telefon- und DSL-Anschlüssen aus. Die Top-Produkte „Call & Surf Comfort“ sowie „Call & Surf Comfort Plus“ stellen doppelte Flatrates bereit. D. h. in den monatlichen Gebühren sind bereits alle Anschlusskosten beinhaltet, egal wie viel man im Festnetz telefoniert oder wie lange man im Internet unterwegs ist und dabei Daten downloadet.

Mehr als sieben Millionen Call & Surf Kunden in Deutschland

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Aufgrund der preisleistungsstarken Call-&-Surf-Tarife gelang es, die frühere Abkehr vieler Kunden von Europas größtem Telekommunikationsanbieter entscheidend einzudämmen. Tatsächlich ist sogar ein Gegentrend zu erkennen: Unzählige ehemalige Telekom-Kunden entscheiden sich heute erneut für den früheren Vertragspartner.

Entertain-TV- und Kino-Angebote weisen die Zukunft

Umsatz-Hoffungsträger sind die Entertain-Angebote, die über das Angebot von Telefonie und Internet-Zugang hinaus, nahezu überall TV-Sendungen und Kino-Blockbuster empfangen lassen. In der Startphase der Entertain-Angebote (Tripleplay) wartet die Telekom derzeit mit besonders günstigen Einsteiger- und Umsteiger-Angeboten (Upgrade) auf. So wird das Top-Produkt „Entertain Premium“ bereits zu einem Monatspreis ab 44,95 Euro monatlich angeboten.

Fazit:

Seit der Privatisierung Mitte der 90er Jahre hat sich die Deutsche Telekom gewandelt wie kaum ein anderes Großunternehmen. Trotz der rasanten Entwicklung auf dem Telefon- und Internet-Markt und der mit unglaublicher Geschwindigkeit entstandenen, starken Konkurrenz hat sie ihren Status als größtes Telekommunikations-Unternehmen Europas verteidigen können. In Deutschland hat das Unternehmen in den vergangenen Monaten innovative Produkte wie die Entertain- und die Call & Surf-Pakete entwickelt, zudem ist es einer der weltweiten Vorreiter bei der besonders schnellen VDSL-Technik.