Netzwerk einrichten

netzwerk einrichten

Wenn mehrere Computer ans Internet angeschlossen werden sollen, empfiehlt sich der Aufbau eines Netzwerks. Dabei haben Sie die Wahl zwischen einem Kabel- und einem drahtlosen Funknetzwerk, das auch WLAN (Wireless Local Area Network, drahtloses lokales Netzwerk) genannt wird. Beide sind sich in der grundlegenden Struktur recht ähnlich. Trotzdem ist es nicht möglich, an dieser Stelle eine umfassende Anleitung zum Installieren eines eigenen Netzwerks zu liefern.

Zu diesem Thema wurden zahlreiche dicke Bücher geschrieben, deren Inhalt sind nicht auf ein paar Zeilen zusammenfassen lässt. Stattdessen geben wir Ihnen einige Hinweise, wie ein solches Netz ganz prinzipiell aufgebaut ist. Zunächst jedoch noch einige Worte zu den Vorteilen von vernetzten Computern.

Vorteile eines Netzwerks

Bei den meisten Anwendern steht beim Vernetzen der Wunsch nach einem allgemein nutzbaren Internet-Anschluss im Vordergrund. Viele besitzen zwei oder mehr Computer und wollen sie alle möglichst unkompliziert ins Netz bringen. Daneben bringt ein Netzwerk aber auch noch eine ganze Reihe weiterer Vorteile mit sich. Zum Beispiel diese hier:

  • Dateien oder Programme lassen sich unkompliziert von einem PC auf einen anderen kopieren oder verschieben.
  • Ein zweiter Rechner lässt sich als Medium für die Datensicherung verwenden.
  • Man kann von mehreren Computern aus auf den gleichen Drucker zugreifen.
  • Ein älterer PC lässt sich als einfach erreichbares Archiv für Programme oder Dokumente einrichten.
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Grundsätzlicher Aufbau

netzwerk einrichten

Die heutigen Heimnetzwerke, egal, ob kabel- oder funkbasiert, sind üblicherweise sternförmig aufgebaut. In der Mitte steht ein Switch (Kabel) oder ein Access Point (WLAN). Von dort aus laufen dann die Verbindungen zu den einzelnen PCs – entweder per Kabel oder per Funk. Sobald also ein Rechner mit einem anderen im lokalen Netzwerk kommuniziert, fließen die Daten zunächst zum Switch oder Access Point und werden von dort aus zum zweiten Rechner weitergeleitet.

Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es bei einem Funknetzwerk auch noch eine zweite Installationsart gibt, bei der die PCs direkt miteinander Kontakt aufnehmen.

Ein Access Point ist dort nicht erforderlich. Dieser Ad-hoc-Modus hat jedoch den Nachteil, dass die Funkreichweite meist deutlich geringer ist. Die Computer müssen also dichter beieinander stehen. Außerdem ist oft auch die angebotene Verschlüsselungsstärke geringer, das Netz daher schlechter gegen Abhör- und Einbruchsversuche geschützt.

Reine Switches und Access Points sind übrigens verhältnismäßig selten geworden. Meist sind diese Geräte heute mit einem Router für die Verbindung zum Internet und häufig auch gleich mit einem DSL-Modem kombiniert. Die Software, die Sie zum Aufbau eines Netzwerks benötigen, ist kostenloser Bestandteil jedes Betriebssystems und jeder Windows-Version. In Windows hilft Ihnen ein eigener Assistent bei der richtigen Konfiguration.

Kabel oder Funk?

Bereits seit etlichen Jahren lassen sich PCs auch per Funk miteinander verbinden. Die Technik hat in dieser Zeit große Fortschritte gemacht. Im Unterschied zur Kabeltechnik schreitet die Entwicklung hier immer noch rasant voran. Doch kabelgebundene Netzwerke haben ebenfalls Vorteile.

Kabelnetz Vorteile:

  • Kabelgebundene Netzwerke sind besser gegen Abhörversuche geschützt als Funknetze.
  • Die Hardware ist preiswerter als für WLANs: Aktuelle PCs sind meist von Haus aus mit Netzwerk-Adaptern ausgerüstet. Falls nicht, sind einfache Netzwerkkarten bereits für rund zehn Euro im Fachhandel erhältlich.
  • Die Übertragungsgeschwindigkeit ist zumindest bei aktuellen GigabiStandardzen höher als bei den neuesten Funknetzen und weitgehend unabhängig von Aufstellort und Entfernung der PCs voneinander.

Nachteile:

  • Die Netzwerkkabel sorgen häufig für Kabelsalat und sind beim Verbinden von Computern in mehreren Zimmern umständlich zu verlegen.
  • Für jeden angeschlossenen PC muss ein Kabel gekauft werden – das allerdings nicht teuer ist.
  • Weitere PCs, etwa in anderen Zimmern, lassen sich oft nur umständlich ins Netz integrieren.

Funknetz Vorteile:

  • Es müssen keine Netzwerkkabel verlegt werden.
  • Zusätzliche PCs wie etwa Notebooks lassen sich problemlos ins Netz integrieren.
  • Auch in größeren Wohnungen oder in einem Einfamilienhaus ist überall, selbst im Garten oder auf der Terrasse, ein Internet-Zugang verfügbar. Funknetze sind daher flexibler nutzbar.

Nachteile:

  • Die Hardware ist insgesamt teurer als bei Kabelnetzen
  • Die Konfiguration ist schwieriger, vor allem wegen der notwendigen Sicherheitseinstellungen.
  • Hinzu kommen teilweise Störungen durch benachbarte Funknetze.
  • Die Übertragungsgeschwindigkeit ist meist geringer.

Fazit:

Sobald Sie mehr als einen PC haben, sollten Sie auch ein Netzwerk aufbauen. Dann können Sie alle Ihre Rechner optimal nutzen und jederzeit von überall her auf Ihren Internet-Zugang zugreifen. Ob Sie dabei eher auf Kabel- oder auf Funktechnik vertrauen, ist weitgehend Geschmackssache: Der Flexibilität eines WLANs steht dabei die Verlässlichkeit eines kabelgebundenen Netzes gegenüber.