Breitband-Internet

Politiker, Medien, Berufsverbände und verschiedene andere Organisationen fordern den zügigen Ausbau breitbandiger Internet-Anschlüsse. Doch die Definition, was Breitband tatsächlich bedeutet, ist keineswegs immer klar.

Definitionen

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Wann ist ein Internet-Anschluss breit-, wann ist er schmalbandig? Eine allgemeingültige Definition dafür gibt es nicht. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich durchgesetzt, DSL-Anschlüsse generell als breitbandig zu bezeichnen.

Doch bereits an dieser Stelle wird es ungenau: Denn in ländlichen Regionen sind teilweise lediglich DSL-Anschlüsse mit Download-Raten von maximal 384 kBit pro Sekunde verfügbar. Bei Uploads kommen sie gerade einmal auf 64 kBit, was der Datenrate eines ISDN-Anschlusses entspricht. Ist das bereits Breitband-Internet?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (www.bmwi.de) bezeichnet in seinem Breitbandatlas (www.zukunft-breitband.de) Anschlüsse mit einer Download-Geschwindigkeit von mehr als 128 und einer Upload-Rate von mindestens 128 kBit pro Sekunde als breitbandig. Die Internationale Fernmeldeunion (ITU, www.itu.int) wiederum spricht von Breitband erst dann, wenn die Datenübertragungsrate mindestens 6.000 kBit pro Sekunde erreicht.

Übertragungswege

Es gibt mehrere Möglichkeiten, breitbandige Verbindungen ins Internet herzustellen.

Die wichtigsten darunter sind:

Telefonnetz

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Die populärste breitbandige Internet-Verbindung ist in Deutschland ein DSL-Anschluss über das Telefonnetz. Mit der derzeit nur von Telekom angebotenen VDSL-Technik lassen sich damit Geschwindigkeiten bis hin zu 50 MBit pro Sekunde erzielen, was auch für die Übertragung hochaufgelöster Fernsehbilder ausreicht. Aber auch durch Bündelung mehrerer analoger Modem- oder digitaler ISDN-Leitungen kann man die Übertragungsgeschwindigkeit erhöhen.

Kabelfernsehnetz

Auch über die Fernsehkabel lassen sich Internet-Signale übertragen. Die erreichbaren Download-Raten liegen derzeit bei bis zu 200 MBit pro Sekunde im Downstream und 10 MBit im Upstream.

Elektrizitätsnetz

Einige lokale Firmen und Stadtwerke bieten ihren Kunden Internet-Anschlüsse über das Stromnetz an, beispielsweise in Ellwangen, Hameln, Dresden oder Mannheim. Die auch als Powerline bezeichnete Technik gilt mittlerweile als ausgereift, Störungen des Hobbyfunks wie in früheren Jahren sind nicht mehr zu erwarten. Ein Problem ist jedoch, dass sich die Übertragungsraten kaum garantieren lassen. Die Werte hängen stark vom Standort des Kunden und der jeweiligen Verkabelung ab. Meist werden Geschwindigkeiten von etwa 400 bis 500 kBit pro Sekunde erzielt.

Satellit

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Die ASTRA-Satelliten, die das Fernsehprogramm ausstrahlen, werden auch zum Übertragen von Internet-Daten genutzt. Solche Internet-Anschlüsse eignen sich für alle Haushalte, für die kein DSL übers Telefonnetz verfügbar ist.

Telekom bietet DSL via Satellit in drei verschiedenen Tarifen mit einer unterschiedlichen Zahl von Freistunden beziehungsweise als Flatrate an.

Die Preise reichen von 29,95 Euro pro Monat für 30 Stunden Surf-Vergnügen bis hin zu 79,95 Euro für die unbegrenzte Nutzung. Darin eingeschlossen ist bereits die Gebühr für den analogen oder digitalen Telefonanschluss. Denn über den Satelliten läuft lediglich der Daten-Downstream, für den Upstream dient das normale Telefonnetz.

Die Download-Rate beträgt 1.024 kBit pro Sekunde, der Upload kommt auf 56 (analog) oder 64 kBit (ISDN) pro Sekunde.

Funktechniken

Stark im Kommen sind derzeit mobile Internet-Zugänge über UMTS, EDGE, HSDPA und LTE. Für den Empfang sind Geräte für die USB-Schnittstelle sowie PC-Cards, als auch WLAN-Router erhältlich. Die erreichbare Geschwindigkeit bei der LTE-Technik beträgt im Moment maximal 100 MBit pro Sekunde im Downstream, der Upstream läuft mit bis zu 50 MBit. Die Telekom bietet auch Call & Surf via Funk an.

Fazit:

In Preis und Geschwindigkeit ist der DSL-Anschluss derzeit nicht zu schlagen. Das gilt vor allem dann, wenn man ein Kombiangebot wie Call & Surf oder auch eins der Entertain-Pakete von Telekom bestellt. Die alternativen Breitband-Internet-Techniken wie etwa DSL via Satellit oder Funk eignen sich in erster Linie für solche Kunden, an deren Wohnort kein DSL zur Verfügung steht.

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